Sands – Album „A View From Both Sides“
Vö: 18. November 2016 (iGroove)

Melancholischer Singer/Songwriter-Pop aus Bern

Eine Prise Folk, hie und da mit einem Hauch Jazz, häufig melancholisch und verträumt-nostalgisch, aber immer mit viel Pop-Appeal. So in etwa klingen Sands – oder vielleicht doch ganz anders? Wo auch immer man das Duo aus Bern stilistisch einordnen will – für die Sängerin und Saxophonistin Sabrina Ernst und den Pianisten Stefan Isch gilt jedenfalls nur eines: Das Ausleben grösstmöglicher musikalischer Freiheit ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Das Ende 2016 erscheinende Debüt-Album „A view from both sides“ ist der beste und schönste Beweis dafür.

Sands assoziieren ihre Musik stets mit Eindrücken, Geschichten und Bildern. Verstärkt durch die beiden Session-Musiker Sebastian Millius (Drums/Percussion) und Urs Widmer (Bass/Kontrabass) schwelgen Sands mal in imposant-cineastischen Traumwelten ihrer neuen Single „What love can do“, lassen sich mal völlig entschleunigt in die abgewetzte Couch einer verrauchten Jazz-Bar sinken („Goodbye bluebird“), nehmen den Hörer unvermittelt mit auf einsame sandige Strassen („Blue sky“) und geben sich schliesslich, nur noch zu zweit, in klirrender Kälte der nordischen Melancholie hin („Asking for embraces“).

Wie im Titel „A view from both sides“ bereits angetönt, spiegelt das Album die musikalischen Sichtweisen zweier Musiker wider, die aus gänzlich unterschiedlichen Stilrichtungen kommend zusammengefunden haben: Während Sabrina ihre Wurzeln aus dem Gospel und Soul mit einfliessen lässt, bringt Stefan in die Songs seine eigene Version aus Singer-Songwriter, Filmmusik und melancholischem Folk-Pop mit ein. Dennoch gelingt es den beiden scheinbar mühelos, sich auf ihrem Debüt ein neues gemeinsames musikalisches Zuhause zu schaffen.

Auch wenn sich die zwei neben allen ruhigen Klängen gerne mal in euphorische Pop-Sphären vorwagen („Take me with you“), schwingt im ganzen Album doch immer eine grosse Portion gedankenverlorene Nostalgie mit. Sands machen Musik zum Durchatmen – wie eine Antithese zu einer nie zur Ruhe kommenden modernen Überholspur-Gesellschaft. „A view from both sides“ lädt ein auf eine Reise durch eine Sammlung vergessen geglaubter Eindrücke und Momente, lässt dabei dem Hörer aber immer genügend Raum, sich seine Auszeit für eigene Gedankenreisen zu schaffen.

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